Proxy-Typen

HTTP, HTTPS oder SOCKS5: Welcher Proxy-Typ passt zu Chrome?

Verwenden Sie das Protokoll, das Ihr Proxy-Anbieter nennt. Die Einstellung beschreibt, wie Chrome den Proxy-Server erreicht; durch Umschalten wird der Server nicht in ein anderes Protokoll umgewandelt.

Kurzantwort: Beginnen Sie mit genau dem Typ, Servernamen und Port aus dem Kundenbereich Ihres Anbieters. Steht dort HTTP, wählen Sie HTTP – auch wenn die gewünschte Webseite HTTPS verwendet.

HTTP-Proxy

Ein HTTP-Proxy ist die häufigste Wahl für Browser-Datenverkehr und kann HTTP-, HTTPS- und WebSocket-Anfragen übertragen. Öffnet Chrome eine HTTPS-Webseite über einen HTTP-Proxy, wird mit der Methode CONNECT ein Tunnel aufgebaut. Die Verbindung zur Webseite bleibt durch HTTPS geschützt; die Verbindung vom Browser zum Proxy selbst ist jedoch nicht mit TLS geschützt.

Chrome unterstützt Benutzername und Passwort für HTTP-Proxys. Dies ist meist die passende Einstellung, wenn ein Anbieter einen HTTP-Endpunkt mit Zugangsdaten bereitstellt.

HTTPS-Proxy

Ein HTTPS-Proxy funktioniert wie ein HTTP-Proxy, schützt aber zusätzlich die Verbindung zwischen Chrome und dem Proxy-Server mit TLS. Wählen Sie diesen Typ nur, wenn der Anbieter ausdrücklich einen HTTPS-Proxy anbietet. Ein HTTP-Server unterstützt nicht plötzlich HTTPS, nur weil in der Erweiterung ein anderer Typ gewählt wird.

Chrome kann sich bei einem HTTPS-Proxy mit Benutzername und Passwort anmelden. Außerdem benötigt der Server ein gültiges Zertifikat.

SOCKS5-Proxy

SOCKS5 arbeitet auf Verbindungsebene statt als Web-Proxy. Chrome lässt bei SOCKS5 auch den Proxy die Hostnamen auflösen und verwendet ihn für TCP-basierte Browser-Anfragen.

Chromium unterstützt für SOCKS-Proxys keine Anmeldung mit Benutzername und Passwort. SOCKS4 und SOCKS5 benötigen in ProxRule deshalb einen Zugang ohne Zugangsdaten, etwa über eine beim Anbieter freigegebene IP-Adresse.

SOCKS4-Proxy

SOCKS4 ist die ältere Variante. Chrome unterstützt damit nur IPv4-Ziele, löst Hostnamen auf dem Gerät des Nutzers auf und bietet keine Proxy-Authentifizierung. Wählen Sie SOCKS4 nur, wenn der Anbieter diesen Typ ausdrücklich verlangt; andernfalls ist SOCKS5 in der Regel die vielseitigere SOCKS-Variante.

Warum HTTPS scheitern kann, obwohl HTTP funktioniert

Die häufigste Ursache ist ein falscher Proxy-Typ: Der gekaufte Endpunkt spricht HTTP, wurde aber als HTTPS-Proxy eingetragen. Der TLS-Verbindungsaufbau trifft dann auf einen Server, der unverschlüsseltes HTTP erwartet, und bricht ab. Verwenden Sie den vom Anbieter angegebenen Typ, statt verschiedene Einstellungen auf Verdacht auszuprobieren.

ProxRule kann bei einem möglichen Protokollkonflikt einen erneuten Versuch als HTTP anbieten, ändert den Typ aber nie automatisch. Sie sehen und bestätigen die Änderung vorher.

Welche Einstellung sollten Sie wählen?

Was ProxRule verändert

ProxRule verwendet den gewählten Proxy-Typ nur für die Domains in Ihren Regeln. Andere Webseiten behalten die direkte Verbindung von Chrome. Die Erweiterung betreibt den Proxy-Server nicht, ändert sein Protokoll nicht und weist weder Anonymität noch Standort oder Verbindungsgeschwindigkeit nach.